Kloster Bronnbach

Vor mehr als 850 Jahren gründeten Zisterzienser ihr Kloster Bronnbach im Taubertal. Papst Eugen III. bestätigte die Gründung 1153. Im selben Jahr starb Bernhard von Clairvaux, unter dessen Leitung die Zisterzienser zu einer in ganz Europa erfolgreichen Bewegung geworden waren. Ihre Ideale: Armut, Reinheit, ein gottgefälliges Leben. Die Gründung im Taubertal trug im Katalog der zisterziensischen Klöster die Nummer 321.

Das Kloster war zugleich ein Wirtschaftsbetrieb mit eigenem Weinbau und landwirtschaftlichen Höfen. Und es diente als Grabstätte: Wer sich in der Klosterkirche (meist gegen eine Stiftung für die Mönche) begraben ließ, der wurde in die Erinnerungsgemeinschaft des Klosters aufgenommen. Die Mönche beteten für ihn und lasen Totenmessen.

Im 18. Jahrhundert entstanden repräsentative Prachtsäle mit Orangerie und zugehörigem Garten, für eine vollständige Barockisierung aber fehlte das Geld. In Bronnbach sind heute Baudenkmäler aller Epochen seit dem Mittelalter erhalten.

Mit der Aufhebung der Klöster 1803 kam Bronnbach an die katholischen Fürsten zu Löwenstein. Sie nutzten die landwirtschaftlichen Güter und integrierten eine Brauerei, nahmen ansonsten aber kaum Umbauten vor. So blieb es auch, als im ausgehenden 19. Jahrhundert ein portugiesischer König hier im Exil lebte und die Familie zu Löwenstein im 20. Jahrhundert zeitweise Bronnbach zum Wohnsitz wählte. 1986 erwarb der Landkreis Main-Tauber Kloster Bronnbach. Seitdem sind umfangreiche Restaurierungen durchgeführt worden und Bronnbach hat sich als Standort für verschiedene kulturelle Aktivitäten etabliert.

Bis heute liegt Kloster Bronnbach etwas abgelegen ganz für sich und baulich kaum verändert im Taubertal.

Publikationen

Robert Meier, Bronnbach. Ein Ort im Lauf der Zeit, 48 Seiten, 34 Abbildungen. Fester Einband/Fadenheftung, € 8,-
ISBN 978-3-00-025421-5

Peter Müller (Hrsg.), Kloster Bronnbach 1153 – 1803. 650 Jahre Zisterzienser im Taubertal, 2. erweiterte Auflage 2007, 223 S., zahlreiche Abbildungen

ISBN 3-877707-607-6

Robert Bruckbauer, Erinnerungen an Kloster Bronnbach, 224 S., 2010

ISBN 978-3-8392-9531-4


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